Seminar zur Saison Vorbereitung

17.09.2023

von Jörg von Warburg

Am vergangenen Wochenende veranstalteten wir erstmalig unser alljährliches Schachseminar in der Strengliner Mühle als Möller Schachverein von 1948 e.V., das allen Teilnehmern gleichermaßen Spaß machte.Wir trafen uns zur Vorbereitung auf die neue Saison zum Schachtraining, um eine tolle Zeit miteinander zu verbringen. Hierzu passten die Temperaturen bis 30 Grad perfekt.Die Anreise erfolgte in Fahrgemeinschaften mit dem Auto oder individuell per Fahrrad, sodass wir nach Bezug der Zimmer um 16:00 Uhr starten konnten.Nach einer kurzen Begrüßung und Erläuterung des geplanten Trainingsplans von Wolfgang wurden die ersten Taktikaufgaben verteilt um in Schwung zu kommen.Nach diesem „warm up“ ging es um Regelkunde, denn Bestimmungen ändern sich von Zeit zu Zeit und jeder Vereinsspieler sollte die Auswirkungen kennen. Bestes Beispiel sind die Befugnisse eines Mannschaftsführers während des Wettkampfes.Was darf er noch und was darf er nicht mehr?Was bedeutet eine Regeländerung für die Mannschaften?Wir sind gespannt was für die Saison 2023/24 beschlossen wird.

Wolfgang stellte zudem die Idee eines Notizheftes vor, um Merksätze und andere wichtige Dinge dort zu notieren. Dies fokussiert auf wesentliche Lernziele.

Das Vorgehen hat sich bei einem Schüler von Wolfgang und in dessen Zusammenarbeit mit einem ukrainischen Großmeister bewährt.

 

Beispiele für mögliche Einträge:

·       Ungleichfarbige Läufer begünstigen den Angreifer.

·       In geschlossenen Stellungen ist oftmals der Springer gegenüber dem Läufer im Vorteil.

·       Im Endspiel ist der Läufer dem Springer überlegen, wenn auf beiden Flügeln Bauern existieren. Dies verstärkt sich beim Bauernungleichgewicht.

·       Kandidatenzüge sind in folgender Reihenfolge abzuarbeiten: Schachgebote durch Schlagen, Schachgebote, Schlagen, Drohungen

·       Wenn du einen guten Zug siehst, suche einen besseren (Emanuel Lasker).

Diskussion zur Gestaltung unseres Spielabends im Verein fand nur in Ansätzen statt. Ziel ist, einen regelmäßigen Spielbetrieb mit möglichst vielen Teilnehmern und spannenden Inhalten zu organisieren.

Einige Ideen existieren schon und weitere sollten durch alle Vereinsmitglieder noch einmal gesammelt werden.

 

Alle Teilnehmer:

Alexander, Moritz, Luca,

Hans-Jürgen, Jörg, Manfred, Christian,Wolfgang, Andreas W., Andreas L., Jan, Dragan

Unser Vereins-Blitzturnier fand mit zehn Teilnehmern nach dem ausgiebigen Abendessen in entspannter Atmosphäre statt. Wolfgang und Andreas L. teilten sich verdient den ersten Platz. Tolle Leistung!

Der Ausklang des ersten Tages fand, als netter Tagesabschluss, im Foyer des Hotels mit Gesprächen zum anstehenden Fußball- Länderspiel, über die Basketball-WM und anderer Themen statt..

Die folgenden Tage begannen morgens immer um 8:00 Uhr mit einem leckeren und ausgiebigen Frühstück, das die Teilnehmer für das Training stärkte. Das Training startete pünktlich um 9:30 Uhr mit den ersten Trainingseinheiten, die abwechslungsreich und intensiv waren.

Neben Taktik standen Zugfindung und Merkmale einer Stellung im Blickpunkt:

  

·       Bauernstrukturen, Karlsbader Strukturen, Isolierte Bauern

·       Minoritäten angreifen,

·       Bauernopfer für Initiative

·       Springer gegen Läufer

Beim Wettkampf „Finde den besten Zug“ hatte Luca die Nase vorn und für den Gewinner gab es einen Extra-Preis von Wolfgang.

Die Themen haben uns schon einiges abgefordert.

Siegbert Tarrasch sagte einmal:„Schach ist ein einfaches Spiel, jedoch sehr schwer zu spielen.“

Was er damit meinte, konnten wir in den drei Tagen erleben.

Wir haben gemeinsam alles gut gemeistert und wenn es gar keine Idee zur Lösung gab, konnten wir Wolfgang fragen. Er hatte immer einen Tipp und von den abschließenden Erläuterungen der Lösungen konnten wir profitieren. Da bleibt einiges hängen…….

Der zweite Abend wurde dann wieder in gemütlicher Atmosphäre bei Brause und Bier mit Schach und Skat verbracht. Die beiden jüngsten Teilnehmer Moritz und Alexander schlugen sich auch beim Skat sehr gut.

Am Sonntag wurden dann die Themen vom Samstag noch einmal in der Gruppenarbeit vertieft, um das Gelernte zu festigen. Die Zeit verstrich wie im Fluge und durch die intensiven und damit länger dauernden Analysen der vorherigen Aufgaben konnten die Übungseinheiten zu den Leichtfiguren- und Turmendspielen nicht mehr bearbeitet werden. Die Unterlagen wurden jedoch verteilt, sodass sich jeder noch einmal damit beschäftigen kann. An einem Vereinstag könnte dies noch einmal besprochen werden.

Leider konnten Friedrich und Alexander aus persönlichen Gründen nicht am Seminar teilnehmen. Wir hoffen, dass sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sind.

Besonderen Dank an Wolfgang, der das Training wie immer exzellent vorbereitete und unermüdlich sein Wissen an die Teilnehmer weitergab. Danke an Christian und Manfred, die mit der Gründung unseres Vereins und der reibungslosen Organisation des Seminars alles ermöglichten.

Fazit: Das Schachseminar am Wochenende war ein voller Erfolg, geprägt von positiver Stimmung, lehrreichen Trainingseinheiten und geselligem Beisammensein mit Jung und Alt. Wir freuen uns bereits auf das nächstes Jahr, wenn es weitergeht.

 

 

 

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